Über mich

Name

Dieter Schwarzkopf

Geburtstag

04.09.1987

Geburtsort

Teja (Sibirien) 

Wohnort

Lohe-Rickelshof (Dithmarschen)

Beruf

Lehrer

Größe und Gewicht

1,65 M / 65 Kg

Verein 

Borener SV 


 Sowjetunion...Russland...Deutschland 

Am 04.09.1987 wurde ich in Teja, einem kleinen Dorf in Sibirien, geboren. Kurze warme Sommer, lange kalte Winter, vor dem Hintergrund einer einmaligen Natur, bilden die ersten Erinnerungen meines Lebens. Mindestens genauso einnehmend sind die Erinnerungen an ein karges Leben mit vielen Entbehrungen. Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar. Deutsche Vorfahren in der Ahnenreihe meines Vaters boten uns die Möglichkeit nach Deutschland auszuwandern und das Leben der post-sowjetischen Zeit hinter uns zu lassen. Im Jahre 1995 kamen wir nach längerer Odyssee in Hamm (Deutschland) an und wurden in einem Erstaufnahmelager registriert. Nach kurzer Aufenthaltsdauer wurden wir in das Bundesland Schleswig-Holstein verlegt, das fortan unsere neue Heimat wurde. Eine Heimat, die uns alles bot, was wir uns jemals erträumt haben. 

Kilometer eins

Die Integration verlief schnell und unkompliziert. Daraus ergaben sich viele Freundschaften und daraus wiederum der 'Zugang' zum deutschen Vereinssport. Schon früh wurden die Weichen auf Sport gestellt. Neben den Sportarten Fußball, Handball, Tennis und Tischtennis kam ich schon sehr früh mit dem Training in einem Fitnessstudio in Berührung. Bis zu meinem 17. Lebensjahr beschränkte sich das Training auf den Cardiobereich. Hinzu kamen Joggingeinheiten im Freien und das Training auf dem Fußballfeld bzw. dem Tennisplatz. Alles in allem eine gute Mischung, um sich eine Grundlagenausdauer aufzubauen. 2004 hatte ich meinen ersten Wettlauf. Mit einer Zeit von 3:10 Minuten konnte ich den 1-Kilometer-Lauf, an meiner alten Schule in Silberstedt, für mich entscheiden. Die Motivation, die ich daraus schöpfen konnte, führte zum regelmäßigen Lauftraining. Das Laufpensum einer jeder Einheit betrug seitdem immer fünf Kilometer.  

Die ersten Wettkämpfe

Am 9. April 2006 absolvierte ich in Eckernförde meinen ersten Stadtlauf über fünf Kilometer. Mit einer Zeit von 17:47 Minuten belegte ich dabei den 2. Platz. Es sei nebenbei erwähnt, dass dies mein letzter Lauf war, an dem ich mit Basketballschuhen teilgenommen habe. Seitdem nahm ich einmal im Jahr am Schleswiger VR Bank Stadtlauf teil, immer mit dem Ziel meine persönliche Bestzeit unter 17 Minuten (5-Kilometer) zu drücken. Bis ins Jahr 2010 behielt ich diese Tradition bei. Das Lauftraining bildete während dieser Zeit eine Ergänzung zum Krafttraining, das ich viermal wöchentlich absolvierte. Die längs überfällige Zäsur erfolgte am 2. Mai 2010, als beim Stadtlauf in Schleswig die Zeit bei 16:38 Minuten stehen blieb. Von da an rückte das Laufen immer mehr in den Mittelpunkt meines Lebens.   

Das Laufen rückt in den Fokus

Da ich während meines Lehramtsstudiums (Sport und Geschichte) viel Zeit zum Trainieren hatte und die Fortschritte beim Laufen mich anspornten noch besser zu werden, begann ich mein Lauftraining zu intensivieren. Neben dem Kraftsport steigerte ich meine Wochenumfänge auf bis zu 40 Kilometer. Zudem reduzierte ich mein Körpergewicht von 72 auf 68 Kilogramm. Im Zuge dieser Veränderungen startete ich im Jahre 2011 bei einem Wettkampf (Lila-Eule-Kross in Kappeln), bei dem die Distanz erstmalig länger als fünf Kilometer war. Der erste Platz vor dem damals guten Läufer Torben Detlefsen war ein Einschnitt, der sich auf meine Trainingsplanung und meine sportlichen Zielsetzungen auswirkte. Umfänge von bis zu 70 Kilometern in der Woche wurden zum Standard. Ein weiterer Motivationsschub bestand in der Nominierung zum Sportler des Jahres 2011 (Kreis Schleswig-Flensburg). 

Die Jahre 2012 und 2013

In den beiden darauffolgenden Jahren startete ich regelmäßig bei regionalen Läufen. Mit den erbrachten Leistungen konnte ich häufig um den Sieg mitlaufen und einige Stadtläufe für mich entscheiden. Hinzu kamen zwei Titel bei den Landesmeisterschaften auf der Bahn über 10000 Meter und im Halbmarathon. Das Training und die Vorfreude auf die Läufe steigerten zunehmend meine Begeisterung für den Laufsport. Gebremst wurde ich durch mein beginnendes Referendariat und eine sich langsam entwickelnde Erkrankung, die leider erst 2014 diagnostiziert werden konnte. 

2014: Das Pendel schlägt in beide Richtungen aus

Während sich meine sportliche Leistung ins Negative entwickelte, lernte ich eine Frau kennen, die mich alles Negative vergessen ließ und mit der ich bereit war mein Leben zu teilen. Die Liebe zu ihr rückte alles andere in den Hintergrund. Zu dieser Zeit erschien selbst das Bestehen der Zweite Staatsprüfung wie eine unwichtige Randnotiz. Eine Sache, die nicht ausgeblendet werden konnte, war hingegen meine körperliche Verfassung. Nach einer längst überfälligen Blutuntersuchung stand fest, dass die Werte meiner roten Blutkörperchen deutlich zu niedrig waren und meine Blutdichte zu gering war. Als Ursache wurde meine vegetarische Ernährung und die unzureichende Supplementierung ausgemacht. Eine Behandlung mit Eisentabletten und die Aufnahme von Fleisch in meine Ernährung verbesserten nach und nach meinen körperlichen Zustand.

Ein erfolgreiches Jahr, nicht nur beim Laufen  

Zu Beginn des Jahres 2015 erreichten die Leistungen allmählich das Niveau von 2012 und 2013. Knieschmerzen, die in den Monaten Februar bis Juni zunehmend stärker wurden und mein Training einschränkten, führten zu weiteren Rückschlägen. Nachdem die Schmerzen überwunden waren und aus ärztlicher Sicht nichts festgestellt wurde, konnte das Training endlich wieder ohne Schmerzen aufgenommen werden. Eine Ernährungsumstellung, die Reduzierung meines Körpergewichts auf 66 Kilogramm, Verringerung des Krafttrainings und die sportliche Ausrichtung auf den Triathlon führten dazu, dass ich in den Monaten August bis Dezember meine bis dahin beste sportliche Leistung erbringen konnte. Ein Sieg beim Triathlon in Wanderup, dem Kiel-Lauf, dem Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg und dem Quickborn-Run waren für mich die sportlichen Highlights. Hinzu kam beim Stadtlauf in Elmshorn die Bestzeit über 10 Kilometer (32:31). Das größte Highlight war aber die Verlobung mit meiner Freundin. Seitdem wir zusammen sind, hat sie mich bei jedem Lauf begleitet und mir die wichtigste Unterstützung zukommen lassen.

Auf und Ab

Nach den guten Wettkämpfen zu Beginn des Jahres, bei denen ich meine persönliche Bestleistung sowohl über die 10 Kilometer als auch über die HM-Distanz verbessern konnte, erreichte ich im Sommer meinen absoluten Tiefpunkt, der in den nächsten Monaten zum treuen Wegbegleiter wurde. Bereits Anfang Juni beim Heider Stadtlauf offenbarte sich ein deutlicher Leistungseinbruch, der nicht so einfach erklärt werden konnte. Eine Formverbesserung wurde erst im Oktober ersichtlich. Die solide Leistung beim Köhlbrandbrückenlauf (12 km / 40:50 min. / 3.Platz) untermauerte mein positives Gefühl mit einer guten Wettkampfleistung.  Nachdem im Sommer mein Körpergewicht bis auf 68 Kilogramm rauf geklettert war, konnte ich durch die Absetzung bestimmter Nahrungsergänzungsmittel auch auf diesem Gebiet Schadensbegrenzung betreiben. Das Gefühl, dass es wieder aufwärts geht, erfüllten mein Training mit der altbekannten Motivation und Freude, die zwischenzeitlich unter den gegebenen Umständen etwas gelitten haben. Ende Dezember fülle ich mich fast so gut wie zu Beginn des Jahres und kann bei intensiven Trainingsläufen Leistungen aufbringen, die auch zu Beginn des Jahres nicht möglichen wären. Die Gesamtumstände (Trainingszustand, physisches Wohlbefinden und mein privates Glück (Hochzeit)) lassen mich positiv ins kommende Jahr blicken. In Zahlen ausgedrückt sehen meine Ziele wie folgt aus: 10 km = unter 32  / 21,1 km = unter 1:11:00. Neben dem Ausdauersport möchte ich im nächsten Jahr wieder mit dem Tennisspielen anfangen und einige Punktspiele absolvieren. Mal schauen was das Jahr 2017 noch so für Überraschung bereit hält...