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News

Resümee 2017

Das Ende der Saison verlief etwas holprig. Ein ständiger Begleiter war dabei eine Erkältung. Dem geschuldet, musste ich bei Kiel- und Urbanathlon-Lauf aussteigen. Die Langwierigkeit und ein Abklingen der Erkältung, ohne einer gänzlichen Gesundung, haben es mir schwer gemacht die Situation einzuschätzen. Ein normaler Zustand im Alltag veränderte sich nach dem Training in einen kränklichen Ausgangszustand. Ähnlich wie nach dem Lauf beim Köhlbrandbrückenlauf, bei dem ich dennoch einen 3. Platz erreicht habe. Ein Verzicht auf den Start wäre aber in jeglicher Hinsicht die bessere Variante gewesen. Nach einer erneuten zweiwöchigen Pause im Oktober konnte ich in den letzten Tagen wieder erfolgreich trainieren, ohne negative Anzeichen zu verspüren. 

Insgesamt war es aber eine "Bombensaison". Ein HM unter 1:10 und eine Spitzenleistung beim Ostseeman-Marathon stechen dabei hervor. Nun beginnt so langsam das Training für die nächste Saison. Das große Highlight wird ende April der Hamburg-Marathon werden. Diesen möchte ich mit einer Zeit von unter 2:30 beenden. 


Handewitter Sommerlauf

500 Meter nach dem Start

Der erste Lauf nach meinem "Husarenritt" in Glücksburg war zäh und anstrengend. Das einzige Ziel bestand darin, den Streckenrekord von Pascal Dethlefs zu unterbieten. Mit einer Zeit von 32:58 gelang es zwar. Der Lauf leitete aber zugleich eine fast zwei Monate währende Erkältung ein. 

Die tolle Stimmung auf und neben der Strecke war in Anbetracht meines Zustandes bitter nötig gewesen. Viele Zuschauer und eine klasse Moderation, an der man vier mal vorbei lief, boten eine sehr gute Motivation. Ich werde mir für das nächsten Jahr den Termin vormerken.    


Der Weg zum ersten Marathon (2:32:50)

Am 06.08.2017 fiel der Startschuss zum einzigen Triathlon Deutschlands, der im offenen Gewässer ausgetragen wird. Der sogenannte Ostseeman. Ins Wasser und auf die Radstrecke sollte es für mich jedoch nicht gehen. Die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke und 180 Kilometer lange Radstrecke habe ich zunächst noch ausgelassen und mich auf den Marathon konzentriert. Mit einem Start in einer Staffel ist so was möglich. Diese Möglichkeit wurde von über 200 Staffeln genutzt.  

Doch von Beginn an. Nachdem die Saison bisher mehr als zufriedenstellend verlaufen ist, habe ich mich entschieden, an einen Marathon heranzuwagen. Die Grundschnelligkeit und die Form waren vorhanden. Ein Marathon braucht jedoch mehr. Das "Mehr" beinhaltet vor allem eine Ausweitung der Umfänge. Das Training für einen 10-Kilometer-Lauf oder ein HM hat zwei bis maximal drei schnelle Einheiten (Intervalltraining) pro Woche. Dazwischen liegen lockere Läufe. Je nach Jahresstand und Zielsetzung variiert die Intensität und die Umfänge liegen zwischen 60 und höchstens 100 Kilometer. Innerhalb einer Woche erreiche ich die 100 Kilometer äußerst selten. Meine Umfänge liegen häufig im Bereich von 80 Kilometern. Im Vorfeld vor einem Marathon müssen die Beine aber darauf vorbereitet werden eine viel längere Strecke zu laufen, noch dazu im Wettkampfmodus. Um meinen Körper darauf einzustimmen, blieben mir nach meinem Start beim Strongmanrun sechs Wochen. Im Nachhinein habe ich das Gefühl gehabt, dass die Zeit etwas zu knapp bemessen war. Ja, jetzt kommts, der stressige Schulalltag zum Ende der Schulzeit war für das Training zudem wenig förderlich. 

Der Hauptgrund, warum mich vor meinem Marathonstart ein ungutes Gefühl beschlich, lag in der Schwere meiner Beine. Gut regeneriert fühlt sich anders an. Meine Umfänge vor dem Marathon habe ich pyramidenartig gestaffelt (80 km, 100 km, 120 km, 100 km, 80 km). Die letzte Woche umfasste 50 Kilometer und stand ganz im Zeichen des Taperings und meines neugeborenen Sohnes. Das Tapering beinhaltet jedoch auch eine erhebliche Portion Schlafmangel. Die beste Möglichkeit seinem Körper Erholung zu bieten ist der Schlaf und dieser fehlte mir in den letzten zwei Wochen.       

Hinzu kam, dass ich die langen Läufe häufig zu schnell absolviert habe. Insgesamt waren es ca. 6 bis 8 Einheiten bei den ich 25 Kilometer oder mehr gelaufen bin. Für den nächsten Marathon werde ich unbedingt längere Läufe einbauen, die mit niedrigerer Intensität abgespult werden. Irgendwie habe ich es noch hinbekommen, zwei Wettkämpfe in den Trainingsplan zu quetschen. Am 2. Juli bin ich über die 10-Kilometer beim "Kappeln-Rund" gestartet und zwei Wochen später beim "Gegen den Wind Lauf" in Sankt Peter Ording. Beide Wettkämpfe lief ich aus dem Training heraus. Kappeln stand eigentlich gar nicht auf meinem Programm. Zwei ulkige Freunde haben mich aber dazu bewogen einen "Familienausflug" zum Lauf zu unternehmen. Während die beiden "Überraschungseier" irgendwo hinten im Läuferfeld rumdümpelten, musste ich mich Mansur Farah stellen. Daraus entstanden eine Zeit von 33:24 und ein erster Platz. Damit legte ich leider den Grundstein, der für die Schwere meiner Beine verantwortlich war. Hätte ich die Intensität rausgenommen und auf ein paar Kilometer in der Woche verzichtet, hätte es keine negativen Auswirkungen gegeben. So kam aber Einheit für Einheit und Kilometer für Kilometer oben drauf. Mit schweren Beinen ging es zwei Wochen vor dem Marathonstart in Sankt Peter über die HM-Distanz. Eine für die schwierigen Streckenverhältnisse gute Zeit (1:11:08) kam zwar dabei heraus. Welcher Sinn dahinter steckte zwei Wochen vor dem Hauptwettkampf eine so schnelle Zeit zu laufen, ergibt bis heute wenig Sinn. Wäre ich vier Minuten langsamer gewesen, hätte ich ebenfalls gewonnen und meine Beine dabei nicht unnötigerweise strapaziert. Während der Eifer das Trainingspensum zu absolvieren und die vorgenommenen Umfänge zu bewältigen noch irgendwie Erklärung findet, entfernt sich die Renneinteilung des HM erschreckend weit vom rationalen Denken. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Hoffentlich lerne ich etwas daraus. 

Die letzte Woche der Regenration und die täglichen 500 Milliliter Rote Beete Saft konnten letztlich keine Wunder bewirken. Mit der "Frische" und "Explosivität" meiner Beine war ich nicht zufrieden. 

Start zum Ostseeman

Am 06.08. fiel dennoch um 7 Uhr morgens der Startschuss und unser Schwimmer, Jannis Dammann, durfte sich in die stürmische Förde stürzen. Mit ihm zogen zeitgleich 200 männliche Einzelstarter, 26 weibliche Einzelstarter und die erwähnten 200 Staffelschwimmer mit in die See. Nach wahnsinnigen 49 Minuten kam Jannis zeitgleich als Führender aus dem Wasser. Solche Zeiten können nur Profischwimmer erreichen. Sein Konkurrent im Wasser war Niklas Fahlteich. Ein Staffelschwimmer der zusammengestellten Staffel der Firma Maris IT, die bereits im vergangenen Jahr das Rennen gewinnen konnte. Der in der Presse angekündigte Zweikampf um den Sieg zwischen Maris IT und meiner Staffel, dem Borener SV, war somit bereits im Wasser entbrannt. 

Zweikapf Jubt vs. Thomsen

Auf der Radstrecke lieferte sich unser Radfahrer, Matthias Jubt, einen erbitterten Kampf um die Spitzenposition. Am Ende musste er sich dem Fahrer des Maris IT, Topias Thomsen, um eine Minute geschlagen geben. Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 40 Stundenkilometer, auf einer verwinkelten und hügeligen Strecke, reichten "nur" für den zweiten Platz. 

 

Kilometer 25

Mit einer Minute Rückstand ging es für mich auf die Marathonstrecke. Doch bereits nach einem Kilometer konnte ich den gegnerischen Staffelläufer, Vilmos Tomaschewski, vor mir erblicken und nach vier Kilometern überholen. Sein Versuch an mir dran zu bleiben scheiterte bereits bei Kilometer sechs. Ab da an lief ich ein einsames Rennen. Die Strecke führte mich 5 Runde durch Glücksburg. Ich wusste im Vorfeld, dass es eine sehr anspruchsvolle Strecke ist. Es gibt viele Anstiege und unbefestigte Schotterwege, die eine schnelle Zeit sehr wirkungsvoll vereiteln können. Die ersten Kilometer waren recht flott und ich pendelte mich bei einer Pace von 3:30 ein.  Der Streckenrekord lag bei 2:36 Stunden. Nachdem ich eine HM-Durchgangszeit von 1:15 auf der Uhr hatte, bestand mein Ziel darin diese Zeit zu unterbieten, was einem Wahnsinn gleichgekommen wäre. Zudem fängt ein Marathon erst bei Kilometer 30 an. Diese Lektion mussten meine Beine ebenfalls noch erfahren. Ab Kilometer 26 brach die Müdigkeit immer mehr in meine Beine ein. Die Grenze zum Unangenehmen wurde bei Kilometer 32 erreicht. Muskulär ging es immer schneller bergab. Hinzu kamen beidseitige Knieschmerzen an der äußeren Patella. Dennoch war ich in der Lage die Zeiten einigermaßen stabil zu halten. Nur die letzten Kilometer wiesen eine Pace von über vier Minuten auf (4:07 / 4:16 / 4:32). Zu den muskulären Qualen kam eine Dehydration des Körpers, die ich nicht mehr auffangen konnte. Mein Trinkverhalten vor dem nächsten Marathon muss ebenfalls grundlegend verändert werden. Dass am Ende eine Zeit von 2:32:50 Stunden auf der Uhr stand, glich für mich einem Wunder. Streckenrekord und ein Vorsprung von 14 Minuten auf den zweitschnellsten Läufer bescherten uns den Staffelsieg und einen emotionalen Höhepunkt. Gut funktioniert hat die Versorgung mit Energie. Ich habe regelmäßig Gels von meiner Frau gereicht bekommen, die sich am Streckenrand zudem noch um unseren Sohn gekümmert hat.  

Ein Marathon ist halt eine komplexe Sache. Dieser Herausforderung werde ich mich nächstes Jahr noch einmal stellen. Dann auf einer flachen Strecke, der man schnelle Zeiten abringen kann. 

Ostseeman 2017



Strongmanrun Wacken

Nachdem im letzten Jahr zunächst noch die Rookierunde anstand, ging es dieses Jahr über die volle Distanz. Das beutete,  dass 36 Hindernisse überwunden werden mussten und dabei eine Strecke von ca. 18 Kilometer gelaufen wurde.  

Die Läufer der Rookierunde und der Langdistanz wurden zeitgleich auf die Strecke geschickt. Dies führte zu einem Nadelöhr am Start, denn es machten sich  zeitgleich 2500 Läufer  auf den Weg. Ich stand ziemlich weit hinten und musste mich an ca. 100 Läufern vorbeihuschen, um an den Erstplatzierten heranzulaufen. Das war Robin Dechant, ein in der Szene kein Unbekannter. Er konnte unter anderem "Die Mutter aller Hindernissläufe" auf dem Nürburgring für sich entscheiden. Aufgrund dessen entschied ich mich hinter ihm zu bleiben, um mir anzusehen, wie er die Hindernisse überwinden würde und daraus zu lernen. Beim achten Hindernisse konnte ich ihn jedoch durch das schnelle Überwinden, die kleine Lücke zu Robin schließen und an ihm vorbeigehen. Da bemerkte ich, dass er eine blaue Startnummer trug, und somit nur die Rookierunde lief. Nachdem ich ihn überholen konnte, blieb Robin hartnäckig an mir dran. Anders als im vergangenen Jahr konnte ich jedoch die Hindernisse viel besser bewältigen und Robin dadurch auf Distanz halten. Auf den Laufabschnitten konnte ich mich erholen und Stück für Stück den Abstand vergrößern. Eine schlechte Markierung der Strecke führte jedoch dazu, dass ich mich drei mal verlaufen habe und Robin dadurch wieder aufschließen konnte. Beim letzten Hindernis blieb mein Schuh zwischen zwei Heuballen stecken. Zu dem Zeitpunkt war Robin nur noch ein paar Schritte hinter mir. Mit dem Schuh in der Hand lief ich die erste Runde dennoch als Schnellster. Während Robin ins Ziel lief, ging es für mich auf die zweite Runde. 

Durch den großen Vorsprung zum Zweitplatzierten konnte ich das Tempo rausnehmen und ein angenehmes Rennen laufen. Nervig waren jedoch die Läufer, die überrundet werden mussten. Zum größten Teil gehend und in Zeitlupe die Hindernisse bewältigend staute es sich immer wieder vor den Hindernissen und  auf der Laufstrecke. Nach 1:21:39 konnte ich als Erster das Ziel überqueren. Da der Einlauf mit vielen Rookieläufern zeitgleich stattfand und die Kamera mich nicht eingefangen konnte, musste ich für den Kameramann vier mal den Einlauf inszenieren. Eine lustige Sache. 

Abgerundet wurde der Sieg mit einem ersten Platz in der Mannschaftswertung. Mit meinen Freunden Olav Beinke und Philipp Müller haben wir uns auch dieses Jahr wieder eine Wildcard für das nächste Jahr gesichert. Mal schauen, bei welchem Strongmanrun wir diese Wildcard einlösen werden. Angefeuert wurden wir lautstark von unseren Frauen. Das war auch bitter nötig. Philipp, der untrainiert an den Start ging, wankte als Siebtplatzierter ins Ziel, eine Minute früher als Olav, der mit seinen 48 Jahren eine unglaubliche Leistung zeigen konnte. Beide blieben etwas über einer Stunde und 40 Sekunden.  

Ergebnisse:

http://strongmanrun-wacken.r.mikatiming.de/2017/?pid=leaderboard

 

Strongmanrun Wacken 2017



33. Heider Stadtlauf

Bei warmer Witterung standen am Freitagabend um 19:15 rund 800 Läuferinnen und Läufer an der Startlinie, um einen 10-Kilometer-Rundkurs durch Heide zu absolvieren. An der Startlinie traf ich viele bekannte Gesichter und konnte die letzten Minuten bis zum Start quatschend überbrücken.   

Überquerung der Stadtbrücke

Die ersten Kilometer verliefen locker und nach Plan. Anvisiert wurde eine Zeit unter 32 Minuten. Der zweite Kilometer fiel zwar zu schnell aus (2:56), die Beine hatten jedoch einen guten Zug und die Atmung war noch locker. Leider hat sich der Schnürsenkel meiner neuen Schuhe geöffnet, sodass ich beim dritten Kilometer eine Zwangspause einlegen musste. Dies kostete Zeit und so fiel der vierte Kilometer mit 3:22 etwas langsamer aus. Es liegt in der Natur des Menschen, negative Dinge zu verdrängen bzw. sich nicht mehr an sie zu erinnern. Die vielen kleinen und etwas größeren Anstiege bei Kilometer vier bis sechs wurden mir erst wieder bewusst, nachdem ich ahnungslos wie ich war, mitten in die Tücken des Heider Stadtlaufs hinein gelaufen bin. Die Durchgangszeit bei Kilometer fünf lag trotzdem etwas unter 16 Minuten und somit noch im Soll. So langsam, begann es aber schwer zu werden. Insbesondere nach der Überquerung der Stadtbrücke bei Kilometer acht mussten die letzten Reserven mobilisiert werden. Getragen von den Zuschauern und meiner Frau gelang es  mir dennoch ein schnelles Tempo aufrechtzuerhalten. Als ich auf die Zielgerade einbog und noch etwa 200 Meter zu laufen waren, stand auf der Anzeige eine 31:40. Der von mir angesetzte Schlusssprint wurde leider nicht belohnt, denn die Uhr blieb für mich bei exakt 32 Minuten stehen. In Anbetracht der Witterung und der schwierigen Strecke bin ich aber mehr als zufrieden. Torben Bies wurde mit der persönlichen Bestzeit von 34:09 zweiter. Jetzt heißt es erholen und sich auf den Strongmanrun einzustimmen.     

Ergebnisse:      

http://www.stgk.org/ergebnisse/2017/82/10km-gesamt.pdf


Turbulenter Monat Mai

Meldorfer Brückenlauf:

Nach dem sehr erfolgreichen Monat April, konnte ich direkt an die guten Leistungen anknüpfen und mit einer Reihe guter Läufe meine Bestform bestätigen. Gleich zu Beginn des Monats ging es nach Meldorf. Hier lief ich den 6-Kilometer-Lauf und war mehr als erstaunt darüber, was meine Beine in der Lage waren, zu leisten. Gespickt mit einer Brücke und sehr viel Gegenwind konnte ich dennoch eine Pace von 3:12 problemlos halten. Für Verwirrung sorgte die Handlung der Firma ziel-zeit, die mich aus den Siegerlisten strich, mit der Begründung, dass die von mir aufgestellte Zeit unrealistisch für einen weißen Läufer wäre. Als dann geklärt werden konnte, dass die Strecke rund 350 Meter weniger aufweist, als in der Ausschreibung angegeben, wurde meine Zeit von 17:59 Minuten wieder in die Listen aufgenommen. Mit einem Stahlpokal, einer Urkunde und meiner schwangeren Frau konnte ich mich letztendlich glücklich auf den Heimweg begeben. Am Ende war es nur ein erfolgreicher Test für den anstehenden Triathlon in der Landesliga.

Ergebnisse:  

http://www.meldorfer-brueckenlauf.de/downloads/Ergebnisse-2017/6km-2017.pdf


Landesliga Triathlon:

 

Zielsprint Campus Triathlon 2017

Zielsprint Campus Triathlon

Fünf Tage später stand ich dann am Beckenrand im Campusbad von Flensburg, umgeben von den 60 Triathleten der Startgruppe 2. Pro Bahn wurden sieben bis acht Athleten eingeteilt und auf die 700 Meter lange Strecke geschickt. Gleich zu Beginn fiel mir das Schwimmen schwer. Verwunderlich war es nicht, da ich erst zwei Wochen vorher mit dem Training begonnen habe. In dem Moment ging es für mich nur darum Kräfte zu sparen, um beim Radfahren und Laufen alles aus mir rausholen zu können. In den Wochen vor der Landesliga konnte ich mich an das Rad gewöhnen und mit 70 bis 80 Kilometer Wochenumfang meine Beinmuskelgruppen, die beim Laufen sonst nicht die Beanspruchung erfahren, an die Erfordernisse des Radfahrens gewöhnen. So konnte ich auf der Osttangente einen Schnitt von 38,5 km/h halten, wobei acht mal ein Wendepunkt umkreist werden musste. Dabei ging die Geschwindigkeit runter auf Schritttempo. Der Druck, den ich auf die Pedale ausüben konnte, steigerte die Vorfreude auf das Laufen. Ich wusste, dass ich auf dem letzten Rennabschnitt die meisten Plätze wieder gut machen kann. Nach dem Schwimmen belegte ich noch den 53 von 120 Plätzen. Mit dem 20 Platz beim Radfahren konnte ich mich bereits auf den 32 Platz verbessern. Als ich mich dann auf der Laufstrecke befand und somit in meinem Element, konnte ich mit dem einsammeln meiner Konkurrenz beginnen. Da sich die Startgruppen 1 und 2 hier jedoch vermischt haben und es unklar war, auf welchem Platz ich mich aktuell befand, hangelte ich mich einfach von Läufer zu Läufer. Durch das Kopplungstraining, das ich bereits in den Wintermonaten im Fitnessstudio regelmäßig betrieben habe, war es kein allzu harter Bruch nach dem Fahrradfahren ins Laufen überzugehen. Auf dem letzten Kilometer bemerkte ich einen für Triathlonverhältnisse schnellen Läufer vor mir. Durch die Zwischenrufe meiner Frau wusste ich, dass ich mich an die ersten drei Plätze herangearbeitet habe. Die Vermutung lag nahe, dass es sich bei dem Läufer um den Drittplatzierten handeln musste. Als ich auf circa 10 bis 20 Meter an ihn herangekommen war, erfolgte ein lautstarker Zwischenruf meiner Frau, dass es sich hier tatsächlich um den Drittplatzierten handelt. Unter Aufbietung der letzten Reserven gelang mir ein bis dato unvergleichlicher Endspurt, der mich auf den dritten Platz katapultierte. Somit habe ich meine gute Leistung auch mit einem guten Ergebnis unterstrichen. Leider wurde ich mit meinem Verein Borener SV in der Mannschaftswertung nur 17, da wir in der Breite nicht so stark aufgestellt waren. Zudem mussten wir einige kurzfristige Ausfälle verkraften.  

Ergebnisse: http://www.stgk.org/Ergebnisse/2017/58/ll-herren.pdf  


Immelmannlauf:      

In den nächsten zwei Wochen habe ich mir vorgenommen Wettkämpfe zu meiden, um mich vom Maximalbereich fernzuhalten und meinem Körper die nötige Erholung zu geben. Drei Tage später fand ich mich an einer Startlinie wieder und zählte die Sekunden bis zum Startschuss runter. Umgeben von meinem Kollegen Olav Beinke und einem ehemaligen Schüler von mir Mirco Thede. Die Hoffnung bestand darin, dass das Tempo von den Führenden moderat gehalten wird. Unter diesen Umständen hätte ich mich einfach im Windschatten treiben lassen können. Mit Torge Thomsen, Michael Wittig und Vilmos Tomaschewski war mir jedoch klar, dass aus einem schnellen Trainingstempo sich im Handumdrehen ein schneller Wettkampf entwickeln kann. Der Appell von Vilmos Trainer nicht schneller als 40 Minuten zu laufen, war so ziemlich der einzige Strohhalm, an den ich mich klammern konnte. Während die Spitzengeschwindigkeiten von Torge und Michael für mich noch im Bereich des schnellen Trainings liegen, muss ich bei Vilmos den aeroben Bereich bis zum letzen ausschöpfen. Die ersten vier Kilometer wurden genau nach meiner Vorstellung gelaufen (3:37 / 3:40 / 3:29 / 3:29). Zwischendurch nahm sich Vilmos sogar die Zeit, um seine Blase zu entleeren und einen Plausch über Gott und die Welt zu halten. Nachdem er nach seiner kuriosen Pause die Lücke wieder zugelaufen hat, versuchte er unnötigerweise das Tempo zu verschärfen. Obwohl ich mit langen Sachen und meinen Trainingsschuhen unterwegs war, um mich selbst zu gemahnen meine müden Beine zu schonen, war der Ehrgeiz doch zu groß ihn an mir vorbeiziehen zu lassen. Mit den Kilometerzeiten von 3:22, 3:15, 3:18, 3:17, 3:15 konnte ich einen kleinen Vorsprung herauslaufen und Vilmos kontrolliert auf Abstand halten. Am Ende stand eine glatte 34 auf der Uhr. Der Grund zur Freude lag jedoch anderswo. Mirco konnte mit einer persönlichen Bestzeit von 37:59, die er um knapp eine Minuten verbessern konnte, ein tolles Ergebnis für unsere Mannschaftswertung verbuchen. Hinzu kam der lang ersehnte Durchbruch von Olav, der auf einer offiziell vermessenen und genehmigten Strecke, die 40-Minuten-Marke durchbrechen konnte. Mit der Zeit von 39:44 stellte er ebenfalls eine persönliche Bestzeit auf. Unter dem Strich bescherten uns unsere Ergebnisse den ersten Platz in der Mannschaftswertung. Auf den zweiten Platz, mit acht Sekunden Rückstand, landete die Mannschaft von Vilmos (Taktisches Luftgeschwader 51). Die Freude, alle Bundeswehrmannschaften hinter uns gelassen zu haben, bescherte uns einen schönen Glücksmoment. Somit hat sich der Start beim Immelmannlauf mehr als gelohnt.   

Ergebnisse: https://www.shcup-husum.de/images/2017/Ergebn-Immelmann_5_10Km.pdf


Itzehoer Störlauf: 

Keine drei Tage später ging es auch schon weiter nach Itzehoe, um bei einem der schönsten Läufe Schleswig-Holsteins einen Halbmarathon abzuspulen. Hier gelang es mir, den Wettkampf als schnellen Trainingslauf in mein Training zu integrieren. Mit über zwei Minuten Vorsprung konnte ich das Rennen für mich entscheiden. Die Zeit von 1:17:14 war dabei nebensächlich. Als Preis erhielt ich eine Reise nach München und einen Freistart beim Münchenmarathon. Ich werde ihn dieses Jahr jedoch nicht antreten können, da mein Sohn zu dem Zeitpunkt erst ein paar Wochen alt sein wird. Die Bahnfahrt, zwei Übernachtungen in einem sehr schönen Hotel und den Marathonstart,  werde ich versuchen auf Philipp Müller und Stefanie Zietan zu übertragen. 

Ergebnisse:  http://www.stgk.org/Ergebnisse/2017/33/hm-gesamt.pdf


Lauf zwischen den Meeren:

Neben  der Landesliga ist der Start beim größten Laufevent Schleswig-Holsteins das Highlight des Monats. Auch dieses Jahr ging ich für zwei Staffeln an den Start. Für das Dithmarscher Team "Das Magazin das läuft" und meinen Verein Borener SV. Bei diesem Lauf steht nicht der einzelne Läufer im Mittelpunkt, sondern die Staffel. Das Ziel besteht darin, einen Staffelstab von Husum nach Dampf (95,5 Kilometer) zu bringen. Hierfür müssen insgesamt zehn Etappen gelaufen werden. Dieses Jahr gingen 800 Staffeln an den Start. Dies beutet, dass 8000 Läufer quer durch Schleswig-Holstein unterwegs waren. Für die Dithmarscher, als zugezogener Dithmarscher, lief ich gleich zu Beginn die erste Etappe von Husum nach Wittbek. Erwartungsgemäß bieten  die Staffeln auf dieser Etappe ihre schnellsten Läufer auf. 

 

Zielsprint gegen Volker Goineau

Auf dem ersten Kilometer befand ich mich in der Spitzengruppe wieder, umgeben von Läufern, die in der Lage sind 29er, 30er und 31er Zeiten zu laufen. Nicolai Riechers, Karsten Meier, Steffen Uliczka und Volker Goineau stellen national eine Größe dar. Ich fühlte mich gut und wollte austesten, wie lange ich mit den Spitzenläufern mithalten kann. Die Durchgangszeit bei Kilometer fünf betrug 15:40 Minuten und fühlte sich noch gut an. Nicolai musste dem hohen Tempo bereits Tribut zahlen und fiel etwas ab. Ab Kilometer 4 wurde für die nächsten drei   Kilometer das Tempo etwas angezogen (3:04 / 3:05 / 3:05). Ich lies Karsten, Steffen und Volker ein paar Meter davon ziehen und versuchte ein für mich "angenehmes" Tempo zu finden. Bei Kilometer 9 konnte Steffen den beiden Führenden nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Kurze Zeit später konnte ich Steffen einholen und überholen. Ohne mich hinten reinzuhängen, entschloss ich mich an ihm vorbeizuziehen, um Stärke zu zeigen, obwohl der laktazide Bereich nicht mehr in weiter Ferne lag. Auf der dritten Position konnte ich den Zweikampf zwischen Volker und Karsten beobachten, den Karsten bei Kilometer 11 für sich entscheiden konnte. Da der Rückstand zu Volker überschaubar war und Steffen nicht weit entfernt hinter mir lief, holte ich auf den letzten Metern alles aus mir raus. Belohnt wurde ich mit dem zweiten Platz. Auf den letzten Metern gelang mir ein ähnlich starker Schlusssprint wie in Flensburg. Der Rückstand auf den Führenden betrug letztlich nur fünf Sekunden. Es war für mich bis dato der schnellste Lauf, den ich je gelaufen bin. Die ersten 10 Kilometer, der 11,5 Kilometer langen Strecke, waren mit 31:24 eine persönliche Bestzeit. 

Auf der zweiten Etappe, die ich für Boren lief, konnte ich eine 3:26 gut halten und mich etwas schonen, zumal die vor uns liegenden Läufer aus Itzehoe einen uneinholbaren Vorsprung herausgelaufen haben. Mit den Dithschies belegte ich den 12 Platz. Den sechsten Platz in der Gesamtwertung konnten wir mit Boren erringen. Der Spaß und die sportliche Leistung ließen das Wochenende zu einem wunderbaren Familienausflug mit meiner Frau und meinem Vater werden. 

Ergebnisse:  

http://www.lauf-zwischen-den-meeren.de/fileadmin/user_upload_lzdm/Staffel_Gesamtwertung_team_resultlist_2017.pdf

Waltriathlon Brunsbüttel: 

Beim letzten Wettkampf des Monats war ich in der Staffel unterwegs. Mit den beiden Freunden Björn Ley und Thorsten Gehrke, sowie unseren Familien, ging es zum Sprint an den Kanal. Beim herrlichen Wetter konnten meine Mannschaftskollegen ihre Bestleistungen abrufen und uns einen ungefährdeten Sieg verschaffen. Björn schwamm in einem 50-Meter-Becken eine 7:28 über 500 Meter und konnte Thorsten als Drittplatzierten auf die Radstrecke losschicken. Mit seinem neuen Triathlonrad konnte Thorsten eine sehr gute 32:39 über die 20 Kilometer lange Strecke zaubern. Als ich auf die letzten 5 Kilometer ging, befanden sich nur drei Läufer vor mir. Die Führung konnte ich bereits auf dem ersten Kilometer erobern und mit einer Zeit von 16:31 ungefährdet ins Ziel bringen. 

 

Siegerehrung Waltriathlon

 

Als Nächstes steht mein Lieblingslauf an. Der Heider Stadtlauf ist nicht nur durch seine Nähe mein "Heimatlauf". Die vielen Freunde und Bekannten, die am Lauf teilnehmen, lassen ihn in meinem persönlichen Stellenwert ganz oben landen. Vielleicht schaffe ich die Titelverteidigung mit einer Zeit von unter 32 Minuten. Das wäre eine enorme Leistung, da die Strecke kein schnelles Profil aufweist. Versuchen werde ich es trotzdem. 

Ergebnisse:  

http://www.waltriathlon.de/images/waltriathlon/ergebnislisten/2017/20170527-staffel-g.pdf


Neue HM-Bestzeit von 1:09:41 beim grandiosen Lauf in Hannover

Den 09. April werde ich aus sportlicher Sicht für eine lange Zeit im Gedächtnis einbrennen lassen und immer wenn nötig Motivation daraus schöpfen. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften beim Hannover Marathon gelang mir zum ersten Mal der Durchbruch der 70-Minuten-Marke über die 21 Kilometer. Ich konnte in den letzten Wochen gut trainieren und die Trainings-und Wettkampfergebnisse deutet bereits eine neue persönliche Bestzeit an. Hinzu kam, dass es mir gelingen konnte, ein paar Kilogramm Körpergewicht zu verlieren, was bei einem Körperfettanteil von 7 Prozent recht kompliziert und schwierig ist. Die Reduzierung kann überwiegend nur über den Abbau von Muskelmasse erfolgen. Zwar besitze ich mit 63 Kilogramm immer noch keine Läuferproportionen, die zwei Kilogramm machen sich aber dennoch bemerkbar. Im Nachhinein hat mir das Radtraining (Rolle, Spinning und Zeitrennrad), das ich drei Mal wöchentlich zusätzlich zum Lauftraining absolviert habe, anscheinend nur gut getan. Somit werde ich dieses Prinzip, bestehend aus Lauf-und Radtraining, weiter verfolgen. Das Muskeltraining im Fitnesscenter habe ich ebenfalls grundlegend verändert. Im Fokus steht das Stabi-Training der Rumpfmuskulatur und gezieltes Beintraining, sowohl mit dem eigenen Körpergewicht als auch mit Geräten (u. a. Kniebeugen und Kreuzheben mit wenig Gewicht). Zwei mal wöchentlich versuche ich dieses Training für Beine und Rumpfmuskulatur einzubauen. Auf ein paar Klimmzüge und Liegestütze kann ich aber nicht verzichten.

Dieses Konzept verhalf mir zu einer Steigerung meiner Bestzeit um über zwei Minuten. Hinzu kam die Stimmung am Streckenrand und die starke Konkurrenz, die mich zur neuen Bestzeit getrieben hat. So konnte ich fast die gesamte Strecke mit Nicolai Riechers laufen und mich mit ihm in der Führungsarbeit abwechseln. Der 41 Gesamtplatz ist am Ende ebenfalls der Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie stark die Konkurrenz war. So konnte ich beispielsweise mit Florian Reichert mithalten, was noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wäre. Eine Durchgangszeit von 32:20 über die 10 Kilometer sagt schon viel aus, wenn um einen herum ein Dutzend Läufer die gleiche Zeit angehen. 

Was mich ein wenig geärgert hat, war die verpasste Chance den Vereinsrekord von Torben Detlefsen (1:09:24) zu brechen. Vor allem der Umstand, dass ich am Start zu weit nach hinten gedrückt wurde und die ersten drei Kilometer Slalom laufen musste, um die langsameren Läufer zu überholen. Am Ende hatte ich 280 Meter zu viel auf der Uhr stehen, was am eben beschriebenen Umstand lag. Meine Uhr zeigte mir eine HM-Zeit von 1:08:59 an. Das lässt auf eine weitere Möglichkeit hoffen, um den Vereinsrekord zu brechen. 

Ohne die Unterstützung meiner Frau, die mehr als alle anderen am Streckenrand mitfiebert, mir die Powergels reicht, von einem Punkt zum anderen läuft, um mich mehrmals an der Strecke anfeuern zu können, könnte ich weder mein Training noch die Leistung bei solchen Wettkämpfen erbringen. 

 Ergebnisse:

http://hannover.r.mikatiming.de/2017/?pid=list

 

Start Halbmarathon Block A

 

Flensburger Stadtwerkelauf

Eine neue persönliche Bestzeit über 10 Kilometer, auf einer offiziell vermessenen und vom SHLV genehmigten Strecke. Das Große "Aber" ereilte mich bereits beim Überqueren der Ziellinie. Was vom Veranstalter als 10 Kilometer ausgewiesen wurde, waren in Wirklichkeit ca. 9,7 Kilometer. Andere Läufer, die mit GPS Uhren ausgestattet waren, wunderten sich ähnlich über die schnellen Zeiten und ihre Uhren, die deutlich weniger Kilometer anzeigten als erwartet. Dennoch bin ich mit meiner Pace von 3:20 sehr zufrieden. In Anbetracht der schwierigen Streckenverhältnisse und einer leichten Erkältung, die mich die gesamte Woche über begleitet hat, war es ein gelungener Test für die Deutschen Meisterschaften am 9. April. 

Ein Wiedersehen gab es mit Torben Detlefsen, der nach einer langen Verletzung wieder an einem Wettkampf teilgenommen hat. Die Erinnerungen kamen auf, als ich vor einigen Jahren in die Laufszene eingetaucht bin und bei vielen Läufen verzweifelt versucht habe Torben Parole bieten zu können. Auch wenn ich mit Torben nie viele Worte gewechselt habe, hat es mich gefreut ihn wieder am Start zu sehen. 

Nach dem gestrigen TDL über 20 Kilometer (Pace 3:43) bin ich zuversichtlich eine neue persönliche Bestzeit bei den deutschen Meisterschaften in Hannover laufen zu können.  

Ergebnisse: 

http://www.stgk.org/ergebnisse/2017/3/10Km-gesamt.pdf         

 

 

1. Winterhalbmarathon in Husum 

Am 4. März habe ich mich mit meiner Frau auf den 35 Kilometer langen Weg gemacht, um in der nordfriesischen Kreisstadt einen langen TDL integriert in einem Wettkampf zu laufen. Zwar hätte ich den Lauf auch daheim abspulen können, ein Wettkampf, bei dem man nicht ganz in den Maximalbereich geht, bietet jedoch zwei Vorteile, die aufeinander aufbauen. Zum einen führt die Atmosphäre dazu, dass so ein Lauf einem leichter fällt und zum anderen können höhere Geschwindigkeiten über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden, im Gegensatz zu einem normalen Trainingslauf. 

Vor dem Start traf ich Torben Bies, der zu den schnellsten Läufern aus Dithmarschen gehört. Da Torben bei seinem letzte HM in Drelsdorf eine Zeit von knapp 1:17 erreichen konnte, wusste ich, dass mein TDL zu einer ziemlich flotten Geschichte werden würde. Nach dem Start setzten wir uns gemeinsam vom Feld ab und spulten unsere Kilometer runter. Ich bot Torben an ihn zu ziehen, um ihm dadurch eine eventuelle Bestzeit zu ermöglichen. Dies bedeutete, dass ich die gesamte Strecke Torben Windschatten bot und ihn ab und an motivierte entweder eine Schippe zuzulegen bzw. sich nicht dazu verleiten zu lassen schneller zu werden. Am Ende konnten wir eine konstante pace von 3:38 laufen. Torben verpasste zwar eine Bestzeit um ein paar Sekunden, konnte jedoch in Anbetracht der Witterung und den vier Brücken, die die Strecke säumten, mehr als zufrieden sein. Eine flache Strecke und besseres Wetter werden ihn beim nächsten Lauf zu einer deutlichen Steigerung der persönlichen Bestzeit führen. Ich konnte am Ende den Lauf mit einer Zeit von 1:16:47 gewinnen, ohne mich "abgeschossen" zu haben. Am nächsten Tag konnte das Training ohne Einschränkungen wieder aufgenommen werden.

Im Hinblick auf die Deutsche Meisterschaft im HM war es ein gelungener Test. Zwei Wochen vor der DM werde ich beim Flensburger Stadtwerkelauf meine Form noch einmal testen, das Ganze jedoch über die 10 Kilometer.             


 Letzter Lauf der Drelsdorfer Laufserie HM

Heute gelang mir zum ersten Mal ein Sieg über Pascal Dethlefs. Der Zeit und seinem äußeren Zustand nach zu urteilen war Pascal zwar nicht in Form, dennoch freue ich mich darüber und kann auf eine gute Zeit blicken (1:12:36). Meine persönliche Bestzeit des vergangenen Jahres konnte ich zwar nicht unterbieten. Das Rennen an sich hat mir aber sehr viel Spaß bereitet. Eine moderate erste Hälfte waren dafür ausschlaggebend. Lediglich die letzten drei Kilometer musste ich mich "quälen", um eine Pace von 3:30 halten zu können. Bis Kilometer 16 teilten Pascal und ich die Führungsarbeit. Bei Kilometer 12 bemerkte ich aber bereits, dass Pascal Probleme bekam, um an mir dran zubleiben. Es gelang mir sich von ihm zu lösen und einen Vorsprung von 20 Sekunden bis zum Ziel herauszulaufen. Mit dem Sieg konnte ich mir zudem den Gesamtsieg der Laufserie sichern. Jetzt wird es darum gehen eine sinnige Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im HM, die am 9. April in Hannover ausgetragen werden, zu gestalten. 

Ergebnisse:

http://www.lav-husum.de/images/ergebnisse/veranstaltungen/2017_serie_3_einlauf_erg.pdf

    


Drelsdorfer Laufserie (2. Lauf über 15 Kilometer)

Der zweite Lauf der Serie lässt sich in die Kategorie "Es war OK" einordnen. Da Pascal krankheitsbedingt den ersten Lauf nicht mitlaufen konnte und diesmal erst beim zweiten Lauf eingestiegen ist, bestand meine Renntaktik darin, von vorne weg Druck auszuüben, um möglichst einen großen Vorsprung herauszuholen, der dann nicht mehr eingeholt werden kann. Dieser Plan beruhte jedoch auf der Hoffnung, dass Pascal durch seine Erkrankung noch etwas geschwächt gewesen wäre. Der Plan schien auch bis Kilometer 6 aufzugehen. Zeitweise betrug der Vorsprung zu Pascal 50 Meter. Da die ersten Kilometer aber sehr schnell waren, verließ mich immer mehr die Kraft und die Kilometerzeiten brachen zu stark ein, sodass Pascal mich bei Kilometer 8 schlucken und ich keine "Gegenoffensive" mobilisieren konnte. Mit der Zeit von 50:12 konnte ich am Ende aber sehr gut leben. Beim Rennen über die HM-Distanz werde ich mich wieder hinter Pascal einordnen und versuchen meine Kräfte besser einzuteilen. Bei guten Wetterbedingungen ist auch vielleicht eine persönliche Bestzeit möglich. 

Auch bei diesem Lauf waren einige Schülerinnen und Schüler von der Eider-Treene-Schule unterwegs. Mirco Thede konnte über die 10 Kilometer eine 38:53 auf die Straße bringen und sich damit den 3. Platz sichern. Eine hervorragende Leistung bei den Schülerinnen konnte Marieke Jessen erzielen. Mit einer Zeit von 23:03 sicherte sie sich den 1.Platz über die fünf Kilometer. 

Ergebnisse: 

http://www.lavhusum.de/images/ergebnisse/veranstaltungen/2017_serie_2_einlauf_erg.pdf            

2. Lauf



Drelsdorfer Laufserie (1. Lauf über 10 Kilometer)

Der erste Lauf der Serie war, wie für viele anderen Läufer auch, mehr oder weniger ein Findungslauf, nach den mehr oder weniger intensiven Trainingswochen der zurückliegenden Winterzeit. Zwar habe ich eine Zeit von unter 33 Minuten angepeilt, die erreichte Zeit von 33:20 Minuten lassen mich jedoch nicht unglücklich darauf schauen. Insbesondere der erste Platz lässt das Ganze in einem positiven Licht erscheinen. Mit Jan-Eric Bostelmann-Arp und Henrik Schwalbe standen zwei Läufer am Start, die mir hätten gefährlich werden können. Dass am Ende David Gonzalez Montes, ein neuer Läufer in der norddeutschen Szene, und Miguel Molero sich den zweiten Platz (33:59) teilen würden, war zumindest für mich eine Überraschung. Um meinen ersten Platz zu relativieren, muss erwähnt werden, dass Pascal krankheitsbedingt nicht an den Start ging. Laut Pascal ist er in zwei Wochen wieder dabei und wird voraussichtlich den gewohnten Platz an der Spitze einnehmen. Die Betonung liegt hierbei auf "voraussichtlich";)   

Gefreut hat mich aber auch, dass wir mit einer Truppe von 11 Schülerinnen und Schüler der Eider-Treene-Schule, der Schule an der ich arbeite, an den Start gegangen sind. So langsam kommt der Stein ins rollen. Mein Kollege Olav Beinke und ich setzen seit dem vergangenem Jahr immer mehr Hebel in Bewegung, um den Laufsport an unserer Schule zu verankern und zu einem festen Bestandteil, auch außerhalb des regulären Unterrichts, zu etablieren. Der Oberstufenschüler Mirco Thede konnte beim Rennen über 5-Kilometer, sowohl mit der Zeit von 18:58 Minuten als auch mit dem 3. Platz, einen sportlichen Akzent setzen. 

Ergebnisse:

http://www.lav-husum.de/index.php/vereinsnachrichten-2/ergebnisse-2017/463-ergebnisse-winterstrassenlaufserie-1-lauf-einlauf-8-1-2017


Drelsdorfer Laufserie 2017


Resümee 2016

Nach einem erstklassigen Start in die Saison 2016 kam der Motor ein wenig ins stottern und die Leistungen gingen dementsprechend in den Keller. Der letzte Lauf bei dem ich eine solide Leistung abrufen konnte, war die erste Etappe beim "Lauf zwischen den Meeren". Die Läufe danach waren entweder eine mittlere bzw. etwas größere Katastrophe. Einen bemerkbaren Leistungsanstieg offenbarte der Lauf in Schafstedt (33:32 / 10 km). Aus dem guten Gefühl in Schafstedt schöpfte ich neue Motivation für das Training und ging auch dementsprechend motiviert an den Start bei den Landesmeisterschaften im Cross. Das Ergebnis und das physische Befinden erfüllten jedoch nicht die Erwartungen (6.Platz). Umso erstaunlicher sind die Trainingsergebnisse der letzten zwei Wochen gewesen. Persönliche Bestleistungen im Training lassen mich wieder etwas aufhorchen und eine Zeit von unter 33 Minuten anvisieren (Drelsdorfer Laufserie 08.01.2017). Ich werde an meine Grenzen gehen müssen, um eine gute Platzierung zu erreichen und eventuell Pascal etwas zu "ärgern". Den Leistungseinbruch seit Mai führe ich aus heutiger Sicht auf zwei Faktoren zurück. Zu viele intensive Wettkämpfe in der Hochphase der Saison und eine misslungene Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln. Die gute Form der ersten Monate verpuffte im Nichts. Unglücklich in diesem Zusammenhang war die Betreuung seit dem 01.06.16 durch das Institut STAPS. Von der Zusammenarbeit erhoffte ich mir einen Leistungssprung in den 31er Bereich (10 km). Auf mich zugeschnittene Trainingspläne und regelmäßige Leistungsdiagnostiken sollten mich einen Schritt weiter bringen. Meine Schwächephase ließ jedoch keine Steigerungen zu und es ging einfach nur darum mich wieder in Form zu bringen. Inwiefern diese Betreuung sich auf mich ausgewirkt hat, ist nach siebenmonatiger Betreuung ungewiss. Ich hoffe, dass die nächsten Monate mehr Aufschluss bringen werden. Demnächst werde ich die Ergebnisse der Diagnostik und die Trainingspläne veröffentlichen. Momentan freue ich mich auf Drelsdorf und habe sehr viel Freude an meinem vielfältigen Training, im Hinblick auf die Landesliga im Triathlon.